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That´s me

Riri goes berlin

Wenn die Sonne scheint

Die Sonne scheint. Wie schön. Die Menschen gehen raus. Alles so belebt. Leute, es ist Frühling!!

Ich schlüpfe morgens in meine neue Hose, nur 20 Euro bei Pimkie und hoffe, dass es tatsächlich schon warm genug für diese lockeren Hose aus Blusenstoff ist. Endlich kann ich meine weißen Sneaker anziehen ohne Angst zu haben, dass sie von Matsch und Regen zerstört werden. Meine neue Sonnenbrille auf den Kopf und raus geht´s in die Sonne. Die Sonnenstrahlen auf der Haut, die Vogelgeräusche aus den Bäumen. Genuss pur.

Der Weg zu S-Bahn ist auf einmal bunt und fröhlich. Wie kann ein Weg fröhlich sein? Lila Blumen. Gut gelaunte Menschen. Die Menschen sind anders, wenn die Sonne scheint. Berlin ist anders, wenn die Sonne scheint. Wunderschön. Ich steige aus der S-Bahn aus, fast tanzend, und begegne auf meinem Weg zum Büro zwei Straßenkünstlern. Wenn es so grau ist, würde niemals irgendein Depp auf die Idee kommen, sich auf die Straße zu stellen, um andere Leute zu belustigen. Aber die Sonne scheint. Die Menschen sind anders, wenn die Sonne scheint.

Im Büro begrüßen mich heute alle noch ein wenig herzlicher als sonst, eine Kollegin hat für alle Erdbeeren mitgebracht. Texte schreiben, ein bisschen recherchieren, telefonieren. Ich muss zugeben, dass mir die Arbeit bei dem Wetter nicht so viel Spaß bringt wie sonst, weil ich mich nicht gerne drinnen aufhalte, wenn die Sonne scheint. Zum Glück schicken mich meine aller besten Kollegen früher nach Hause.IMG_1417.JPG

Aber für mich geht es noch nicht zurück ins Bett. Erst einmal hoch hinaus. Ich habe Höhenangst. Ich habe Flugangst. Aber ja, ich bin trotzdem so blöd und steige in den WELT-Heißluftballon. Meine Beine zittern, der Korb wackelt viel zu doll. Nach einiger Zeit frage ich unseren Piloten, ob die finale Höhe nicht langsam mal erreicht sei. Er lacht mich aus, wir sind erst auf der Hälfte… Oben angelangt bin ich zu meiner Verwunderung immer noch wach und habe mich noch nicht übergeben. Im Gegenteil. Es ist toll. Das Adrenalin, die Aussicht, der SonFullSizeRender.jpgnenuntergang. Glück, Freude, Romantik, so viele Gefühle, die auf mich einprasseln dort in 150 Metern Höhe. Nach einer halben Stunde und 356 Fotos später habe ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen und kann auhören zu zittern. Trotz dieser Angst, ich will nochmal. Ausnahmsweise habe ich mich sowas getraut, habe mich frei gefühlt. Die Menschen sind anders, wenn die Sonne scheint.

Liebe Grüße

Eure Riri

Berlin, wir sehen uns wieder!

Wow, jetzt sind meine drei Monate in dieser wundervollen Stadt schon fast um und ich will gar nicht mehr weg.

Ich kann mich noch ganz genau an meine erste Woche in dieser riesen Stadt erinnern. Vollkommen überfordert und fasziniert habe ich mich vom Berliner Strom mitreißen lassen. So viele tolle Leute habe ich hier getroffen. Von meinen super lustigen Kollegen bis zu der Bäckerfrau, die mir jeden Tag meine Laugenstange verkauft. Ich liebe sie alle. Ich habe mich in dieser Zeit sehr verändert. Auch wenn ich nie das schüchterne Mäuschen war, habe ich hier trotzdem noch an Selbstvertrauen gewinnen können. Selbstvertrauen in dem Sinne, dass ich mich selber akzeptiere. Na klar mag ich meine eine Speckfalte an meinem unteren Bauch nicht, aber das meine ich auch nicht. Vielmehr möchte ich auf meinen Charakter an sich hinaus. Mir ist es einfach auf einmal egal, was die Leute über mich denken. Es ist mir egal, wenn sie mich komisch angucken, weil ich meine Haare am zweiten Tag nicht gewaschen habe. Ich muss mich nicht verstellen, wenn ich hier abends in eine Bar oder ein Restaurant gehe. Höflich sein? Pfff, einfach locker ein Bier bestellen und gut ist. Ich bin deutlich entspannter geworden durch die Leute hier.

Dann meine drei Monate in diesem wundervollen Job bei Axel Springer. Aaaaah, ich will hier nicht mehr weg!! Ich liebe meine Kollegen, meine Aufgaben, meine Ergebnisse. Morgens ins Büro zu kommen ist immer wieder schön, weil einen alle mit einem ehrlichen Lächeln fragen, wie das Wochenende oder der letzte Abend war. Ich habe so unglaublich viel gelernt in dieser kurzen Zeit. Nicht nur darüber, was es bedeutet, das Image der europaweiten Spitze der Medienbranche zu kontrollieren, sondern auch mein Können zu erweitern. Texte schreiben, eine Kunst für sich, die man erlernen muss. Kontakt mit Journalisten und anderen Personen aus der Medienbranche haben, haha das ist wirklich auch eine Kunst für sich! Aber auch wahnsinnig spannend und abwechslungsreich. Und dann die PR Arbeit… Das Bewusstsein, dass ein falsches Wort dem Unternehmen sofort enorm schaden könnte, ein kleiner Adrenalin-Kitzel und ein tolles Gefühl der Verantwortung wegen.

Hach jaaa.. Ich werde schon etwas wehmütig, wenn ich daran denke, dass ich in zwei Wochen schon wieder nach Hause „muss“. Jedoch geht’s ja nur nach Hause, um von dort dann endlich nach Kanada zu fliegen!! Trotzdem freue ich mich tatsächlich jetzt schon darauf, im August wieder hierher zu kommen und dann auch endlich meine eigene Wohnung (hoffentlich mit einer guten Freundin 😀 ) einzurichten.

Liebe Grüße

Eure Riri

Frei sein

Was bedeutet frei sein eigentlich?
Für mich ist das Gefühl von Freiheit von großer Bedeutung in meinem Leben und in meinem Alltag. Ich hatte das Glück, in Deutschland sehr unabhängig aufzuwachsen und sehr wenige Einschränkungen von meinen Eltern zu erfahren. Natürlich gab es Regeln, aber ich habe mich nie eingesperrt gefühlt, so hatte ich die Chance, mich frei zu entwickeln.

Freiheit. Die Möglichkeit ohne Zwang zwischen Möglichkeiten auszuwählen und Entscheidungen zu treffen. Wie wertvoll! Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir (die, die nie Probleme mit Freiheit hatten) gar nicht richtig wertschätzen, was für ein Leben wir führen dürfen.
Ob es um Meinungsfreiheit oder Freiheit in Entscheidungen oder gar Freiheit in einer Beziehung geht, es ist unglaublich wichtig für die Persönlichkeit, frei zu sein. Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage dass ich es hasse, wenn mich Leute einengen und es im Gegenzug liebe, wenn ich machen kann, was ich will. Das klingt beim ersten Lesen vielleicht etwas egoistisch, aber ein leichter Egoismus ist gesund!
Um mal kurz in eure Köpfe zu rufen, dass es auch anders sein kann:
Bestes Beispiel: Deniz Yücel. Als erstes wird ihm seine Meinungsfreiheit genommen und anschließend tatsächlich auch seine körperliche Freiheit, indem er in Untersuchungshaft gesteckt wird. Ich hab einen unglaublichen Respekt vor ihm, wie er die Situation meistert. Unvorstellbar, wie es sein muss, so eingeschränkt zu werden. Keine Ahnung wie ich damit umgehen würde, wenn ich auf einmal nicht mehr bestimmen könnte, wann ich auf die Toilette gehe und wann ich frische Luft schnappen möchte.
Ein zweites Beispiel ist vielleicht ein alltäglicheres: Stellt euch vor ihr habt eine Beziehung (haha, da geht es bei mir schon los mit „unvorstellbar“). Aber nein, beiseite mit dem Spaß. Es muss keine Liebesbeziehung sein, es kann auch eine Freundschaft sein, ganz egal. Jedenfalls kennt glaube ich jeder diese Momente, in denen der andere einem etwas vorzuschrieben versucht. Gott, wie ich das hasse. Und das sind eben schon die kleinen Momente, in denen einem ein Stück von der Freiheit genommen wird. Natürlich kommt es immer auf die Situation drauf an, aber als Grundsatz sollte man immer im Hinterkopf haben, dass jeder seinen eigenen Geist, seine eigne Meinung, seine eigenen Wünsche und eben seine eigene Freiheit baucht.

Liebe Grüße

Eure Riri

Wenn ein Buch dich fängt- die After-Reihe von Anna Todd

Ich bin keine Leseratte. Wirklich nicht. Aber wenn mich ein buch begeistern kann, dann fühle ich mich vollkommen in die Geschichte ein und kann nicht aufhören zu lesen, weil ich wissen will wie es ausgeht. Ihr kennt das. Für die, die es nicht kennen: Es ist eine super Methode, um aus dem Alltag herauszuschlüpfen. Es folgt ein Beispiel eines solchen Buches, mein momentaner Favorit: Die After-Reihe von Anna Todd.after_heyne

Warum es geht: Tessa hat ihr Leben im Griff. Sie hat einen liebevollen Freund, ist Jahrgangssprecherin, hat die besten Noten und kommt nun aufs College. Durch ihre Mitbewohnerin mit roten Haaren und schwarzen Klamotten lernt sie den gutaussehenden aber irgendwie gefährlichen Hardin kennen, ebenfalls von oben bis unten tätowiert. Er ist auf eine Art und Weise mysteriös, sodass sie sich zu ihm angezogen fühlt, auch wenn sie es erst nicht zugeben will, weil sie ein riesiger Kontrollfreak ist. Naja, wie jedenfalls zu erwarten verlieben die beiden sich ineinander, obwohl sie völlig verschieden sind und so entdecken sie beide ganz neue Seiten an sich. Der sonst so harte Hardin, der nie Gefühle zulässt, wird auf einmal schwach in ihrer Gegenwart. Und Tessa verliert in seinem Beisein sofort die Kontrolle und lernt ihr wahres, freies Ich kennen. Klingt nach einer typischen Liebesgeschichte, ich weiß. Aber durch Anna Todds wahnsinnig tollen Stil kann sich der Leser wunderbar in die beiden Geister der Hauptfiguren reinfühlen und erlebt die intensive Liebe von Anfang an mit.

Zusätzlich fängt mich dieses Buch auch, weil es ein paar Züge von „Shades of Grey“ (meine absoluten Lieblingsbücher) hat. Zwar werden die Sex Szenen nicht so intensiv wie bei Anastasia und Grey aufgeführt, jedoch schon genug beschrieben, um sich hineinfühlen zu können, sich zu wünschen, jemand würde einen auch an den Haaren nach hinten ziehen oder mit beiden Armen oben gegen die Wand drücken (Ladies, ihr wisst, was ich meine ;D ). Ich weiß noch nicht, wie die Geschichte ausgeht, mir fehlen noch eineinhalb Bänder, aber ich freue mich eigentlich jeden Tag auf die S-Bahn Fahrt zur Arbeit oder nach Hauser oder einfach abends auf mein Bett, um mich in diese wunderbare, intensive Liebe hineinzuversetzen und vielleicht nach dem Einschlafen davon zu träumen.

Liebe Grüße

Eure Riri

Glauben.

Glauben.Was für ein wundervolles Wort, was für eine wundervolle Kraft. Was bedeutet Glaube für mich?

Ich sage immer „Ich glaube an Gott, aber nicht an die Kirche“. Ich gehe schon gerne und auch häufig sonntags in die Kirche, jedoch bin ich der Meinung, dass man auch außerhalb der Kirche glauben kann. Die Kirche hat in der Geschichte den Glauben zu oft ausgenutzt, um mein volles Vertrauen zu gewinnen. Trotzdem kann und möchte ich nicht auf den Glauben verzichten. Ist es nicht wunderbar an etwas zu glauben? Ganz egal ob an einen Gott, ein fliegendes Spagettimonster oder an Einhörner. Es ist sooo wichtig sich für etwas begeistern zu können, bei dem man sich nicht sicher sein kann, dass es wirklich da ist. Warum? Ganz einfach: Wenn dieses höhere Etwas nur durch deinen Glauben lebt, kann es dich nur schwer enttäuschen. Es kann dir nur helfen, dir Hoffnung und Kraft geben. Dir in schlechten Momenten wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern, weil DU daran glaubst.

Glaube. Das ist so ein großes Wort. Ein so unsicherer Bereich. Und trotzdem fasziniert er immer wieder Millionen von Menschen. Ab Oktober werde ich tatsächlich Theologie studieren und freue mich jetzt schon riesig darauf, Antworten zu finden. Antworten auf Fragen, die man vielleicht gar nicht beantwortet haben möchte aber auch Antworten, die mir wirklich weiterhelfen könnten.

Mein Ziel für die Zukunft ist es, dass ich die Leute irgendwie bewege, sie zum Nachdenken anrege und auf eine gewisse Weise beeinflusse. Deswegen habe ich mich auch für die Medienbranche entschieden. Ebenso ist das der Grund, warum ich Theologie studieren möchte. Wenn nicht über die einzigartige Macht der Medien, dann mit dem Glauben. Seit Jahrtausenden beeinflusst er die Menschen in ihrem Handeln. Wäre das nicht toll, wenn man Menschen tatsächlich so beeinflussen kann? Natürlich nur im positivem Sinne 😉

Liebe Grüße
Eure Riri

WIR SIND DENIZ.

Was wollen wir damit sagen, was wollen wir damit der Türkei und der Öffentlichkeit übermitteln?

Wir sind Deniz. Wir sind Meinungsfreiheit. Wir sind Pressefreiheit. Wir sind Demokratie. Wir sind gerecht. Und noch so viel mehr. So viele weitere Werte, die wir mit diesem Hashtag und Slogan unterstützen und ausdrücken. Werte, die in einer anderen Kultur, wie die Türkei sie hat, leider oft anders aufgefasst und umgesetzt werden.free-deniz-journalismus-kein-verbrechen-1024x657

Deniz Yücel, Journalist der Welt-Gruppe, wurde in der Türkei in Untersuchungshaft gesteckt (und ja, ich sage mit Absicht „gesteckt“, denn das beschreibt die Situation dort ganz gut).Ihm wird „Propaganda für eine terroristische Vereinigung und Aufwiegelung der Bevölkerung““ vorgeworfen. Und warum?? Einfach, weil er seine Arbeit gemacht hat. Der Türkei Korrespondent war ursprünglich zur Berichterstattung dort, doch die hat dem türkischen Präsidenten nicht gefallen. Er hätte besser schweigen sollen.

Das ist ein Thema, das mich wirklich sauer macht. Wie kann ein Mensch dafür bestraft und inhaftiert werden, dass er seinen Job macht und vor allem, wenn dann der Job bloß aus Meinungen und Gedanken besteht. Ihm werden durch das Urteil der Untersuchungshaft also quasi seine Gedanken verboten. Was ist das für eine Welt?? Wenn wir eines aus der Geschichte gelernt haben sollten, dann jawohl, dass Unterdrückung nie funktioniert. Unabhängig davon, ob es die Unterdrückung von Meinungen, Gedanken oder Rechten ist. Und bei Deniz ist wirklich alles drei der Fall.

Deniz besitzt sowohl einen deutschen, als auch einen türkischen Pass, er wusste also, dass er in dieser Ausnahmesituation in der Türkei festgenommen werden könnte. Doch er ist nicht einfach so wieder abgereist, er ist geblieben und wollte nicht schweigen, wie so viele es aus Angst durch Unterdrückung tun. Und dafür bekommt er meinen vollen Respekt.

Ich habe kein Verständnis für das Handeln der türkischen Regierung. Für mich persönlich gehört meine Meinungsfreiheit zu den wichtigsten Werten. Ich möchte sagen können, wenn mich etwas stört, damit ich auch etwas dagegen unternehmen kann. Gerade in meinem Beruf und bei meiner Liebe zum Schreiben, kann man mir kaum Schlimmeres antun, als mir meine Worte zu verbieten.

„Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht” -Hermann Hesse

Und davor hat Erdogan wohl Angst.

Liebe Grüße

Eure Riri

Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht.

Fremdbestimmung? Ätzend!

Ich stehe morgens auf, schleppe mich unter die Dusche und versuche unter dem heißen Wasser irgendwie wach zu werden. Schon vor meiner morgendlichen Shampoo Massage überlege ich, was ich heute anziehen möchte, wie ich meine Haare tragen könnte, ob vielleicht ein Lippenstift passen würde…

Noch im Bademantel und mit Handtuch auf dem Kopf schminke ich meine dunklen Ringe unter den Augen weg. Früher kam an dieser Stelle der Punkt, an dem ich überlegt habe, was ich anziehen soll, stundenlang überlegt habe, was gut aussehen könnte, was ich lange nicht mehr an hatte, in was ich den anderen gefallen könnte. Es war schlimm, dieser Drang, jeden Tag perfekt aussehen zu müssen, einfach aus Angst, andere könnten sich ein falsches Bild von mir machen, vielleicht eine Schwäche in mir erkennen, wenn man nur in Jogginghose und Pulli zur Schule gegangen wäre.

Heute ist das anders. Heute überlege ich in der Dusche, was wohl an mir gutaussehen würde, in dem ich mir gefalle, in dem ich mich wohlfühle. Ich denke mir ein Outfit aus, auf das ich Lust habe. Diese Veränderung in meinem Denken kam leider wirklich erst, nachdem ich aus der Schule raus war und vor allem als ich nach Berlin gezogen bin. Diese Stadt ist anders. Hier juckt es keinen, wie du aussiehst, was du anhast. Im Gegenteil! Die Leute feiern es, wenn du deinen eigenen Stil hast und den auch auslebst.

Trotzdem oder vielleicht gerade weil ich jetzt darauf zurückblicken kann, schäme ich mich fast für diesen früheren Drang, sich so anzuziehen und zurecht zu machen, wie es anderen Leuten gefallen könnte. Wo bleibt denn dabei die Persönlichkeit??

Jetzt liebe ich es, IMG_0266.JPGmich morgens für die Arbeit meine Klamotten rauszusuchen. Ich liebe es, dass ich im Prinzip anziehen kann, was ich möchte. Jeder Morgen ist eine neue Chance, kreativ zu sein und es bringt Spaß, sich jeden Tag auf eine gewisse Weise neu zu entdecken, einfach weil ich meinen Stil etwas verändert habe. Ich wäre nie mit engem Rock und dazu einem weißen Sweatshirt in Größe L zur Schule gegangen. Aber jetzt ist das etwas anders. Ich habe dadurch, dass ich mich nicht mehr nach dem Geschmack anderer richte, auch ordentlich an Selbstbewusstsein gewonnen.

Also mal wieder eine Aufforderung an euch, dass ihr euch selbstbewusst geben sollt, nicht auf die Meinung anderer hören sollt, denn warum sollten die das Recht haben, über euch zu urteilen?

Liebe Grüße

Eure Riri

Betrunken sein vor…

Betrunken sein vor Alkohol. Das kennen wir alle, haben es entweder schon selbst ausprobiert oder die Haare des besten Freundes/ der besten Freundin überm Klo gehalten. Bevor es einem schlecht geht, befindet man sich in einem Zustand, in dem man glücklich ist, die Dinge um sich herum vergisst und abschaltet.

Es ist wie ein Rausch, wenn der Alkohol wirkt. Um Gottes Willen, ich will niemandem sagen, dass es gut ist, Alkohol zu trinken! Im Gegenteil. Ich möchte eigentlich auf ein ganz anderes Betrunkensein hinaus. Betrunkensein vor Glück, vor Adrenalin, vor Liebe. Es gibt so viele weitere Situationen, in denen man das Gefühl hat, dass man voll kommen betrunken ist, weil man auf die ein oder andere Art neben sich steht.

Betrunken vor Glück.Das passiert einem oft am Anfang einer neuen Beziehung. Ob es eine Liebesbeziehung, eine neue Freundschaft oder aber ganz einfach die Anschaffung eines neuen Haustieres ist, ist dabei völlig egal. Man befindet sich in einem Zustand des Glücks, den man am liebsten nicht mehr verlassen möchte, weil einem die Anwesenheit der Person (des Tieres) so gut tun.

Betrunken vor Adrenalin.Achterbahn fahren, von einer Klippe ins Wasser springen, mit dem Auto auf der Autobahn 230 km/h fahren. In Situationen, in denen uns das Adrenalin in den Kopf schießt, leben wir ebenfalls in einer anderen Welt. Manche Dinge verschwimmen, werden unbedeutend. Andere werden vielleicht umso klarer und man kann sich auf einmal wahnsinnig gut auf eine Sache fokussieren. Egal auf welche Weise man sich den Adrenalin-Kick holt, es sprüht Glücksgefühle in einem aus, oft so viele, dass man sich schon ganz betrunken fühlt.

Betrunken vor Liebe.Das ist wohl das schönste Betrunkensein auf der ganzen Welt. Das Kribbeln im Bauch und die ständigen Gedanken lassen es nicht mehr zu, einen klaren Kopf zu bewahren. Man ist wie in einem Rausch, wie auf Drogen kann man sich nicht mehr konzentrieren, nicht mehr zurückhalten und verliert vollkommen die Kontrolle über seinen eigenen Körper. Dazu braucht es nicht die eine große Liebe sein. Ein kleines Verliebtsein kann dich schon dermaßen aus der Bahn werfen, als hättest du 20 Wodka Shots auf einmal gekippt.

Das beste an diesem Betrunkensein ist eigentlich, dass es einem danach nicht schlecht geht. Natürlich gibt es Ausnahmen: 230 km/h ist viel zu schnell und du baust einen Unfall, dein Haustier stirbt oder deine Liebe verletzt dich. Dann kann es dir mindestens genauso schlecht gehen, wie der besten Freundin/ dem besten Freund, die/der kotzend überm Klo hängt. Aber genau wie bei diesem Beispiel, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen und die Zeit genießen, in der man sich im Rausch befindet. Außerdem gibt es immer einen nächsten Abend und eine neue Chance betrunken zu sein 😉

Liebe Grüße
Eure Riri

Entscheidungen über Entscheidungen

Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die wir treffen müssen und die oft einen Einfluss auf das weitere Geschehen haben.

Manchmal handelt es sich nur um die Frage „Was ziehe ich zum Date an?“ oder „Esse ich heute Lasagne oder einen Salat?“. Dann hat die Entscheidung weniger Einfluss auf unsere Zukunft, viel mehr auf unser Wohlbefinden. Um die Relevanz dieser kleinen Entscheidungen nicht untergehen zu lassen, komme ich später erst zu den größeren, „wichtigeren“.

Also… was ziehe ich zu meinem Date an. Eine so kleine Entscheidung, die aber das Bild, welches euer Gegenüber von euch bekommt, sehr leicht beeinflussen kann. Zur Essensfrage: Wenn ich nur einen Salat esse, fühle ich mich danach auf jeden Fall gesünder, ich nehme nicht so schnell zu bla bla bla… Aber Lasagne ist eigentlich leckerer. Worauf ich mit diesen Beispielen eigentlich hinaus möchte, sind die Folgen, die unsere Entscheidungen mit sich bringen. Jede Entscheidung, egal wie klein sie sein mag, bringt Folgen mit sich. Mal größere, mal kleinere, sodass man sie kaum bemerkt. Um das Ganze deutlicher zu machen, zeige ich vielleicht mal ein größeres Beispiel. Nach meinem Praktikum muss ich mich entscheiden, was ich wo studiere. Davon wird dann ziemlich viel abhängen. Einmal das Studienfach, das ich wählen werde… Das wird mich sehr beeinflussen und in eine bestimmte Richtung leiten. Der Ort, vielleicht sogar noch wichtiger, wird bestimmen, welche Leute ich kennenlerne, welche Chancen sich mir eröffnen, vielleicht sogar, ob ich „die große Liebe“ treffe (und sie nicht treffe, wenn ich in einer anderen Stadt wohne). Also ihr seht, wie viel eigentlich davon abhängt, wie man sich entscheidet.

Daraus entsteht dann dieser „wunderbare“ und überall bekannte Druck. Oft macht man sich diesen Druck selber, manchmal kommt er eben aber auch durch die Situation und/oder Umstände. Egal auf welche Weise man ihn spürt, es ist wichtig, sich davon nicht zerstören zu lassen. Ich bin ein Mensch, der nie Druck von außen (Eltern, Schule etc.) bekommen hat, dafür mache ich mir immer wieder selber wahnsinnig Druck. Ich bin noch dabei zu lernen, wie man Abstand von dem Druck nehmen kann und sich in solche schwierigen Entscheidungen nicht hineinsteigert. Das fiel mir am Anfang sehr schwer, mittlerweile kann ich meinen Stress aber schon ganz gut kontrollieren. Ich schließe dann oft die Augen und denke mir für eine Minute „alles um mich herum ist unwichtig, es ist egal.“

Und das, meine Lieben, bewirkt Wunder! Denn denkt mal ganz kurz nach… Es ist wirklich egal! 😀 Es ist egal, welchen Job du bekommst, welche Leute du triffst, welchen Weg du gehen wirst. Am Ende kannst du es nämlich eh nicht genug beeinflussen. Das ist meine Sicht. Es gibt da sicherlich auch andere Leute, die gerne alles planen und nicht wollen, dass man einfach schaut, was auf einen zukommt. Ich aber sage mir „Wenn mein Date mich nicht so mag, wie ich mich für mich selbst anziehe, dann will ich ihn doch gar nicht näher kennenlernen“. Also ist es EGAL, was ich anziehe!

Liebe Grüße

Eure Riri

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